
Unser 3. Seminargruppentreffen fand auf der Schmücke statt. 10 Jahre SG 403-78, das war Anlass, uns vom 22.-24.April 1988 wiederzutreffen. Rolfs Freundin Sabine besorgte uns eine wunderschöne Wanderhütte auf der Schmücke, ein Ferienobjekt der BSG Motor Zella-Mehlis.
Hier sind ein paar
Bilder
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Der letzte Bus ist leider schon abgefahren. |
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Bei diesem Bild ist die Qualität leider nicht ganz so toll. |
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Hier ist noch ein fast vergessenes Foto. |
und ein paar Notizen zu unserem Treffen
Freitag, 22.4.
Heute früh stehe ich zeitig auf und fahre gleich nach dem Frühstück zum Bahnhof. Mein Zug fährt pünktlich 7:14 ab. In Ilmenau gehe ich zunächst einkaufen. Ich bekomme noch eine Flasche ungarischen Wein. Nach den kurzen Einkäufen gehe ich zu Heike und Martin. Mit Martin kläre ich unsere Sommervorbereitungen. Wir werden uns nächstes Wochenende auf dem Adlersberg treffen.
Heike hat 11:00 Feierabend und ich gehe mit ihr nach Hause. Sie hat inzwischen wieder einen Freund, Helge aus der M77. Wir gehen zusammen essen. Auf der Pörlitzer Höhe gibt es eine neue Gaststätte, den Glasmacher. Der Glasmacher ist modern eingerichtet und es gibt recht gutes Essen.
Nach dem Essen muß ich mich sehr beeilen, um meinen Rucksack noch vor der Mittagspause (13:00) der Gepäckaufbewahrung zu bekommen. 12:55 bin ich noch rechtzeitig am Bahnhof und laufe 13:00 los. Das Wetter ist leicht bewölkt, aber auch recht windig. Mein Weg führt mich über Schöffenhaus und Mönchshof. Der Mönchshof hatte wieder mal geschlossen. So gehe ich ohne Rast weiter. Ab dem Finsterberg sind die Wege noch recht verschneit, dafür wird es sonnig. Die letzten 500 m gehe ich dann querfeldein durch den Wald auf die Straße. Der Schnee ist hier weich und naß. Gegen 16:10 komme ich an der Zella-Mehliser Hütte an. Die Hütte gehört dem SC Zella-Mehlis. Rolf hat seine Kontakte genutzt und und die Hütte für dieses Wochenende reserviert.
Ich bin der erste und die Hütte ist noch verschlossen. Ich setze mich vor der Hütte in der Sonne auf die Bank. Ca. ½ Stunde später kommen Rolf und Bert aus der Schmücke. Zur Begrüßung wird gleich eine Flasche Wein geöffnet. Kurz darauf bringt Viola Michael, das Bier und die Bratwürste vorbei. Bert fährt noch einmal zum Bahnhof Gehlberg. Er holt Bernd, Achim und Wolfgang vom Zug ab. Als wir beim Bratwurst braten sind, kommt Marion mit Heike und Sabine an. Achim bekommt die Aufgabe das Faß anzustechen. Ohne einen Tropfen verlust können wir darauf die Gläser füllen.
Als die Sonne hinter den Bäumen verschwindet, wird es kalt und wir ziehen uns in den Klubraum zurück. Zuvor haben wir schon die Räume zum Übernachten aufgeteilt. Michael und ich haben uns ins Giebelzimmer unters Dach verzogen. Wolfgang kommt auch noch nach.
Danach sitzen wir im Klubraum uns singen.
Achim hat seinen Zerrwanst mit. Bert versucht vergeblich mit meiner
Maultrommel klar zu kommen. Dabei gehen die ersten Bilder durch die
Runde. Gegen 1:30 verschwinde ich dann in meinem Schlafsack.
Samstag, 23.4.
Gegen 7:30 stehen Michael und ich auf. Wir räumen den Klubraum auf und bereiten gleichzeitig das Frühstück vor. So nach und nach taucht der Rest auf und nimmt uns unserer Arbeit weg. Wir frühstücken dann alle recht ausgiebig.
Nach dem Frühstück brechen wir in Richtung Oberhof auf. Es ist sehr kalt. Ich kehre noch einmal um und hole mir noch etwas warmes zum Anziehen. Wir gehen ein Stück die Straße entlang und dann durch den Schneetiegel nach Gehlberg. Heute ist der Schnee gefroren und es läßt sich gut darauf laufen. Von Gehlberg steigen wir über den Franzosenschlag in Richtung Oberhof auf. In Oberhof habe wir noch genügend zeit und schlendern gemächlich zum Hotel Panorama.
Hier geraten wir mitten in die Jugendweihegäste. Wir müssen noch ca. ½ Stunde warten, bevor wir in die Jägerstube kommen. Die Bedienung ist zwar etwas langsam und an der Wand laufen die Kakerlaken herum, aber dafür ist das Essen ganz gut. Nach dem Essen brechen wir langsam wieder auf. Marion hat Probleme mit ihren schweren Bergschuhen, die sie für die Alpen einlaufen will. Sie bleibt mit Wolfgang weit zurück.
Wir laufen gemächlich auf der Straße. Der Rennsteig ist noch ca. 70 cm hoch verschneit. Unterwegs machen wir noch ein kurze Bierpause und bewundern die letzten unentwegten Langläufer. Auf dem letzten Stück fängt es dann auch noch an zu schneien.
Wieder in der Hütte räumen
wir das Frühstücksgeschirr auf. Michael heizt den Rost an.
Nach dem Schneeschauer kommt wieder die Sonne heraus. Achim und ich
braten. Als die Sonne verschwindet wird es wieder recht kalt und wir
ziehen uns in den Klubraum zurück. Wir sehen uns noch einmal Bilder
und Dias an. Dabei gibt es wieder viel zu Lachen. Später
erzählt mir Heike, daß ihr vielen Bilder von Wolfgang ganz
schön die Stimmung vermiest haben. Am Abend hat sie aber tapfer
durchgehalten. Gegen 0:30 verschwinden wir dann in den Betten.
Sonntag, 24.4.
Gegen 8:00 stehe Michael und ich auf. Wir räumen wieder den Klubraum auf und waschen ab. So nach und nach kommen auch die anderen. Wir frühstücken wieder ausgiebig und unterhalten uns danach noch lange am Frühstückstisch. So langsam brechen die ersten auf. Wir restlichen beginnen sauber zu machen.
Gegen 11:00 brechen Heike, Wolfgang und ich auf. Rolf und Sabine machen noch den Rest sauber. Wir nehmen den gleichen Weg wie ich bei der Ankunft. Auf dem Schnee läßt es sich heut gut laufen. Er ist noch recht fest gefroren. Unterwegs kommt uns ein Lada entgegen, der aber kurz darauf wieder zurück kommt. An der Marien-Quelle machen wir Mittagsrast. Heike hat sogar noch ein Flasche Rotwein dabei. Kurz vor Ilmenau rasten wir noch einmal. Dabei könne wir uns sogar sonnen.
Nach der Rast ist die Zeit schon recht fortgeschritten und Wolfgang und ich gehen direkt zum Bahnhof. Obwohl Wolfgang immer schneller wird, bekommt er den Zug nicht mehr. Ich schließe in aller Ruhe meinen Rucksack in ein Gepäckschließfach ein. Wolfgang ist total aufgelöst und zu keinem klaren Gedanken mehr fähig. Ich sage ihm, daß ich zu Heike gehe. Notgedrungen kommt er mit. Auf dem Weg beruhigt er sich wieder.
Heike müssen wir erst aus der Badewanne holen. Wir trinken dann gemeinsam Kaffee. Von Heike staube ich noch zwei Dattelkerne ab. Wir brechen rechtzeitig auf und bekommen diesmal unseren Zug.
Mit Wolfgang fahre ich bis Erfurt. In Arnstadt
wird der Zug sehr voll. In Erfurt steige ich in meinen Zug nach Jena um
und bin gegen 21:00 wieder zu Hause.